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Foto: A. Wagner
Schülerinnen mit Uhren

Projektklasse Flexible Eingangsstufe

Jedes Kind ist anders und lernt anders. Auch das Lerntempo der Kinder ist unterschiedlich. Um dieser Tatsache gerecht zu werden, gibt es an der Praxismittelschule das Projekt Flexible Eingangsstufe. 

Worum geht es? 

Unser Ziel ist es, möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu einem erfolgreichen Abschluss auf höchstmöglichem Level zu bringen, damit ihnen für ihren weiteren Lebensentscheidungen alle Wege offenstehen. 

In den altersgemischten Flexi-Klassen lernen Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klasse im Rahmen der flexiblen Eingangsstufe gemeinsam. Die Lernziele der beiden Schulstufen werden in individuellem Tempo durchlaufen. 

Das bedeutet, dass Kinder die besonders schnell lernen oder schon einen großen Vorsprung haben, nicht auf langsamere warten müssen. Unter Umständen können sie sogar schon nach einem Jahr in die dritte Klasse aufsteigen. 

Kinder die langsam lernen oder noch Nachholbedarf aus der Volksschule haben, verbleiben ein drittes Jahr im Klassenverband um eine solide Basis für den weiteren Schulweg zu schaffen. 

Den Folder der Flexiblen Eingangsstufe finden Sie hier.

 

Die Grundpfeiler des Flexisystems

Mehrstufenklasse: Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in der 5. und 6. Schulstufe gemeinsam in einer Klasse. Ältere helfen Jüngeren – jeder arbeitet nach seinem Tempo. Wer mehr Zeit benötigt um die Lernziele zu erreichen, verbleibt ein drittes Jahr in der Mehrstufenklasse. Wer besonders schnell lernt, durchläuft die Module in einem Jahr. 

Modularbeit: Der Jahresstoff der 5. und 6. Schulstufe ist in Module gegliedert, die von jedem*r Einzelnen im eigenen Tempo schrittweise erarbeitet und abgeschlossen werden. Die Kinder arbeiten dabei in hohem Maße selbständig und eigenverantwortlich. 

Mastery: Die Kinder gehen erst dann zum nächsten Modul weiter, wenn sie das Lernziel auf einem hohen Level erreicht haben. Damit das gelingt, gibt es zeitliche Flexibilität. 

Digitalisierung: Unterstützt werden die Schülerinnen und Schüler durch eine digitale Lernplattform, auf der sie Arbeitsaufträge, unterstützende Materialien und Übungen zu einem Thema finden. Jede*r Schüler*in arbeitet in den ersten beiden Jahren an einem von der Schule bereitgestellten Tablet. Ab der dritten Klasse ist ein eigener Laptop notwendig. 

Selbständigkeit: Der Unterricht ist vor allem von selbständigem Arbeiten geprägt, das von kurzen Inputphasen begleitet wird, wenn diese von den Schülerinnen und Schülern benötigt werden.  

Didaktik: Die Module sind nach den neuesten Erkenntnissen der Didaktik aufbereitet und werden jährliche evaluiert und überarbeitet. Sie zeichnen sich durch vielfältige Lernzugänge und modernste Unterrichtsmethoden aus. 

Eine Kurzerklärung gibt es hier als Video

Für wen ist das Flexi-System? 

Um erfolgreiche „Flexis“ zu werden, brauchen Kinder vor allem… 

  • den Willen, sich selbst zu organisieren, selbständig zu arbeiten und eigenverantwortlich zu   handeln. 
  • den Willen, ihre Stärken immer weiter auszubauen. 
  • den Mut, an ihren Schwächen zu arbeiten, um sich weiterzuentwickeln. 
  • den Mut, selbst ans Ziel zu gelangen und sich bei Bedarf Hilfe zu holen.  
  • Eltern, die gut mit der Schule kooperieren 
  • Eltern, die darauf vertrauen, dass ihre Kinder selbständig lernen können 

Für wen passt das Flexi-System weniger gut? 

  • Kinder die einen immer gleichbleibenden Rahmen brauchen, z. B. aufgrund von Aufmerksamkeitsstörungen – im Flexisystem muss man sich an viele unterschiedliche Situationen anpassen 
  • Kinder, die gerne stark angeleitet arbeiten und für jeden Teilschritt Unterstützung suchen 
  • Eltern, denen die Noten wichtiger sind als das, was das Kind tatsächlich kann 
  • Eltern, die sich wünschen, dass ihr Kind „an der Hand geführt“

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Dieses Projekt wird von der Industriellenvereinigung Steiermark unterstützt.